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Was kann ich tun?

Ganz ehrlich? Plastik komplett aus einem Haushalt zu verbannen, kostet ziemlich viel Kraft, Organisationstalent, Nerven und ja, letztendlich auch Geld. Plastikvermeidung kann schnell zu einer Sucht werden und auf alle Lebensbereiche übergreifen, doch es gibt auch ganz einfache Angewohnheiten, die sofort spürbar den Plastikmüll, der wöchentlich aus dem Wohnraum entfernt werden muss, reduzieren. Aber nicht nur Zuhause können wir so wenig Müll wie möglich produzieren, sondern auch unterwegs. Dafür soll diese Liste ein paar Ideen liefern.

 

 

Zuhause

  1. Ganz wichtig: Müllexpansionsmaschinen wie Kaffee-Pad/Kapsel-Maschinen loswerden. Ja, die Maschine hat mal gutes Geld gekostet, aber sie war, auf Müllvermeidung bezogen, ein Fehlkauf, sorry! Alternativ kannst Du auch checken, ob es eine wiederbefüllbare Kapsel aus Edelstahl für Deine Maschine erhältlich ist. 
  2. PET-Flaschen. Oh je. Ja, vielen schmeckt Wasser aus dem Hahn nicht - helfen kann da ein Wassersprudler, bei ausreichender Trinkwasserqualität. Ansonsten gibt es Wasser auch in Glasflaschen, wie auch Saft und auch andere Soft-Getränke in Mehrwegform - und das wöchentliche Training wird auch gleich absolviert. 
  3. Brot-/Brötchenbeutel, Baumwollnetze für Obst und Gemüse, Frischhaltedosen aus Glas, Frischhaltefolie aus Wachstüchern, Strohhalme aus Glas, Bambus oder Stroh, und und und - die Liste der Utensilien, die die Plastikvermeidung unterstützen können, ist endlos. Und es gibt auch immer mehr Läden, in denen Lebensmittel verpackungsarm, teilweise verpackungsfrei erworben werden können. Es gilt die Devise: Dinge, die in Plastik verpackt werden, bleiben liegen, es sei denn, es ist keine andere Alternative vorhanden.
  4. Upcycling und Recycling, reparieren statt neu kaufen - schont Umwelt und Geldbeutel. Werdet in eurer Familie kreativ! Kauft Spielzeug und Kleidung gebraucht und macht ein Spiel daraus. So werden neue Sachen ganz anders Wert geschätzt. Tipps und Ideen, was man mit anfallendem Müll, den man einfach nicht umgehen kann, so anstellen könnte, gibt es bald auf diesem Blog.
  5. Stoffservietten und Stofftaschentücher, waschbare Abschminkpads, feste Seifen, Waschmittel selber machen, Glasstrohhalme oder auch Joghurt selbst ansetzen? Es ist alles möglich, denn die Welt hat auch funktioniert, als es noch kein Plastik gab. Es gibt zu allem Notwendigen eine nachhaltigere Alternative, vertrau mir! 

 

Unterwegs

  1. Müllsammeln! Klingt komisch, ist aber so: Gewöhn Dir an, bevor Du zur Arbeit gehst, 10-15 Teile Müll zu sammeln - wenn Du Dich traust vor allem da, wo andere Passanten unterwegs sind. Auf der Arbeit oder in der Schule/Uni kannst Du dann ja sofort Deine Hände waschen. Und auch wenn Du mal einen freien Tag in der Natur verbringst, könntest Du 30 Minuten Deiner Zeit doch bestimmt für unseren Planeten erübrigen, oder?
  2. Coffee-to-Go: Muss ich gar nicht viel zu sagen: eigener Kaffeebecher organisiert und jeden Morgen eingepackt. Bei Spülfaulen tun es 1-2 mehr Zuhause. Nebeneffekt: zumindest in Hamburg spart Kundin/Kunde mittlerweile bis zu 20 Cent pro Heißgetränk in den meisten Cafés. 
  3. Der gute alte Jutebeutel - viele haben ihn ständig im Gepäck. Aber eben noch nicht alle. Höchste Zeit!
  4. Kleiner Stoffbeutel und/oder Wachstuch, wenn es denn doch mal unterwegs was zum Essen sein muss und die Zeit zur Einkehr nicht reicht - prinzipiell ist es aber ohnehin gesünder und besser für das Portemonnaie, wenn sich zu Hause etwas vorbereitet und in einer Dose mitgenommen wird. 
  5. Eigener Strohhalm aus Edelstahl - passt in jede Handtasche und gibt es auch in Teleskopform für die ganz kleine Clutch. 
  6. Wiederbefüllbare Wasserflasche - ob aus Glas oder Aluminium, völlig egal. In vielen Städten gibt es mittlerweile viele Orte, an denen Du Deine Flasche umsonst mit Trinkwasser füllen lassen kannst.

 

Oh, und noch ein kleiner Hinweis aus eigener Erfahrung: Niemand mag es, belehrt zu werden. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Vorleben sehr viel effektiver ist, als sich ständig vor anderen Aufzuspielen und zu sagen, wie ätzend dieser ganze Müll ist. Sei konsequent in Deiner Müllvermeidung, dann strahlt es ganz sicher nach Außen und Du wirst sicher bald drauf angesprochen. Dann kannst Du auch Tipps geben und verraten, wie Du es schaffst, so wenig Müll wie möglich zu produzieren. 

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"Die Reise der kleinen Tortuga" ist Gedankengut der Mitwirkenden an dem Kleingruppen-Projekt im Rahmen des Seminars "Peacebuilding and Global Citizen Education" der Fachrichtung Erziehungs- und Bildungswissenschaften an der Universität Hamburg. Der Titel und damit verbunden auch der Inhalt der Geschichte sind urheberrechtlich geschützt.

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